Gute Websites – schlechte Websites

Es ist mit moderner Software heute auch für Laien nicht mehr schwierig, sich selber eine Website zu bauen und sich selbst als Webdesigner zu betätigen. Dazu gibt es komfortable 'Baukästen', die nicht viel Einarbeitungszeit benötigen. Die meisten Aktionen lassen sich per Drag&Drop arrangieren, und es gibt zahlreiche Design-Vorlagen, so dass der Bau einer eigenen Website wirklich einfach erscheint. Aber... 

Der Teufel steckt im Detail.

Wer noch nie was mit Webdesign zu tun hatte, weiß auch nicht, auf was es alles zu achten gilt und was gute Websites von schlechten unterscheidet. Viele merken das durchaus intuitiv, jedoch ohne bewusst zu wissen, warum sie auf der einen Seite länger verweilen und eher klicken als auf der anderen. Um dieses "warum" wissen gute Webdesigner Bescheid - weil sie über viel Testerfahrung verfügen. 

In den allermeisten Fällen - es gibt Ausnahmen - sieht ein erfahrender Internetnutzer oder Webdesigner jeder Seite sofort an, ob sie selbstgebastelt ist oder professionell gestaltet. Selbstgebaut hat oft den Charme wie "von der Stange", woran sich längst viele sattgesehen haben, oder sie driften ein bisschen selbstverliebt ab ins Grelle, Durchgewirbelte, in einen Bauchladen-Auftritt. Es gibt kein durchdachtes Farbkonzept, die Gesetze der Wahrnehmungspsychologie werden missachtet, die Struktur ist unübersichtlich, vieles zu verspielt, eine zu große Effektverliebtheit, Schriftarten passen nicht zusammen, die Aufteilung von Text zu Bild wirkt unförmig und insgesamt vieles sehr unruhig. Mitunter stimmen auch die Prozesse nicht bei Eintragformularen, oder die Seiten sind mobil optimiert, laden zu langsam usw.  

Natürlich lebt das Internet vom Individuellen. Insbesondere bei Youtube-Videos wird das Professionelle eher ungern gesehen - zu glatt gebügelt. Authentizität ist dort beliebter als Perfektion. Wenn es aber um Webseiten geht, hat die Unprofessionalität ihre deutlichen Grenzen. Eine gute Seite sollte binnen 5 Sekunden die Aufmerksamkeit irgendwie fesseln und einen spontanen Eindruck von Klarheit, Verlässlichkeit und Seriosität vermitteln. Ansonsten ist der Besucher so schnell wieder weg, wie er vorbeigehuscht kam. 

Es braucht einfach Erfahrung, um die Balance hinzubekommen zwischen alten Seh- und Orientierungsgewohnheiten und dem individuellen Anstrich. Letztlich verhält es sich mit Webseiten wie mit schönen Frauen (was jetzt nicht sexistisch gemeint ist). Wenn alle dem gleichen Ästhetik-Ideal folgen, wird es langweilig. Umgekehrt wirkt zu viel Extravaganz auch abstoßend. Es braucht ein Gefühl für die Sehgewohnheiten und den Zeitgeist, um Zugehörigkeit und Eigenheit gleichermaßen zur Geltung zu bringen.  

Wer sich selbst am Webdesign versucht, kennt keine Orientierungsmarken, was gute Seiten ausmacht und was man besser bleiben lassen sollte. Die eine Seite gefällt einem rein intuitiv, die andere weniger, aber das persönlicher Geschmack. Entscheidend ist: Worauf reagiert das potenzielle Publikum im Durchschnitt am besten. Das hat nichts mit Anpasserei zu tun, auch und gerade das Eigenwillige hat seinen Reiz und seinen Aufmerksamkeitswert - nur halt nicht das Beliebige.

Im Dschungel der Designmöglichkeiten erkennt der Ungeübte zu Anfang vor lauter Bäumen den Wald nicht. Ich weiß das, weil ich selbst vor einigen Jahren genau so angefangen habe. Meine erste Seite gelang sogar halbwegs passabel, nur meldete mir eine gute Bekannte zurück, dass sie zu altbacken und bieder wirke - unprofessionell - halt genau so von der Art einer Ich-wollte-das-auch-mal-probieren-Seite. Eine Probierseite eben. Und ich hatte keine Ahnung, welch geschickte Kundengewinnungsmöglichkeiten es überhaupt alles gibt, an wie vielen Ecken und Enden optimiert werden kann.

Jede Kleinigkeit trägt ein paar Prozentpunkte im Klickverhalten der Seitenbesucher bei. Andere Platzierungen, andere Aufteilungen, optimierte Farbwahl, optimierte Überschriften, intelligente Zusatzfunktionen - das alles sind Krümelchen, die sich schlussendlich zu einem doch größeren Kuchenstück aufsummieren. Dazu braucht es Tests, und auch dazu benötigt es wieder eine spezielle Technik. Vor allem, wenn irgendwann mal Werbeanzeigen geschaltet werden, macht jeder Prozentpunkt an mehr Klicks einen echten Unterschied im Umsatz aus. 

Die Entwicklung im Webdesign ist rasend schnell. Als Laie, der nur ab und an sich schlau macht, kann man da nicht mithalten. Immer werden neue Effekte kreiert, kleine Zusatzfinessen erfunden, und diejenigen, die vorne mit dabei sind, haben halt einen Vorsprung vor der Konkurrenz. Jeder will ja der Beste sein, und so entsteht dann der Durchschnitt. Immer neu - ein fortrollender Prozess. Man glaubt gar nicht, wie rasch sich die Wahrnehmungsgewohnheiten ändern, auch ohne dass wir das bewusst merken. 

Der Hauptgrund, eine Website selber bauen zu wollen, sind die Kosten. Der zweite Grund ist, künftig selber kleine Änderungen vornehmen zu können, ohne immer seinen Webdesigner anrufen und dann auch bezahlen zu müssen.

Letzteres dürfte aber als Argument weitgehend wegfallen. Wenn ein Webdesigner wirklich serviceorientiert ist, gibt er eine Einweisung in das System und befähigt den Seitenbesitzer, einfache Änderungen künftig selbst vornehmen zu können. Vielleicht machen das viele nur ungern, weil sie sich damit um mögliche Dauereinnahmequellen bringen. Aber eine Seite soll ja nicht dem Webdesigner dienen, sondern dem Geschäftserfolg des Auftraggebers. Und da macht es viel Sinn, ihm selbst ein bisschen Spaß daran zu vermitteln, seine eigene Seite lebendig zu halten und eben öfter mal selbst Hand anzulegen. Für kompliziertere Eingriffe ist der Webdesigner ja immer noch jederzeit parat. Das jedenfalls ist die Philosophie von wAPP-design. 

Die Selbermacher tun sich oft keinen Gefallen damit, sich in das Metier einzuarbeiten. Viele stöhnen nach kurzer Zeit, wie unendlich komplex das alles ist. Versprochen wird, dass alles ganz einfach geht, aber die Liste der Details, die sich aus dem workflow auf einmal ergeben, reicht bis zum Mond. Aus diesem Grund scheitern auch so viele Online-Marketer, weil einfach sehr, sehr viele Einzelmaßnahmen zusammenspielen müssen. 

Und eine Website beweist ihre Güte nicht zuletzt durch einzelne Merkmale, die nicht offensichtlich oder per Auge zu erkennen sind. Die rechte Verteilung der Keywords, also der Schlüsselworte, unter denen man von den Suchmaschinen gefunden werden will, die Aufmachung des Textes, die ebenfalls für das Ranking bewertet wird, die Ladegeschwindigkeiten, die sich optimieren lassen, die Bildgrößen, die Hintergrundverlinkungen, die interne Struktur. Das alles selbst zu lernen, kostet viele Monate oder gar Jahre und hört auch nicht auf - Zeit, die fehlt, um sich seinem eigentlichen Kerngeschäft oder Herzensprojekt zu widmen. Manchmal ist es nur ein einziger Schalter, der irgendwo umgestellt werden muss, den zu finden aber den Laien 3 Tage kostet. Und sehr viele Nerven. So geht das laufend. 

Und wenn alles mal einigermaßen eingestielt ist, verstreicht bis zur nächsten großen Änderung oft viel Zeit. Das meiste, was man sich mühsam erarbeitet hat, ist dann wieder vergessen. Kommen dann noch irgendwann bezahlte Werbemaßnahmen dazu, für die neue Landingpages und eine 'Customer Journey' erstellt werden muss (auch die vielen Fremdworte, mit denen man es zu tun hat, bilden ja eine große Einstiegshürde), ist man als Laie gegenüber professionellen Marketern systematisch unterlegen. Was man sich durch's Selbermachen an Kosten erspart, wird dann hinten durch mangelnde Effizienz der Werbekampagnen, die ja das gesamte Zusammenspiel von Anzeige, Website, Landingpages u.ä. umfassen, wieder draufgezahlt. 

Fazit

Wer nicht gerade selber Online-Marketer werden will, sondern eine Tätigkeit ausübt (als KMU, Selbständiger, Freiberufler...), die er liebt, sollte nicht an der falschen Stelle sparen. Es dauert ungleich viel länger, alles selbst versuchen zu wollen, und bei der Geschwindigkeit der Entwicklung können Laien ohnehin nicht mithalten, sofern sie ihr Kerngeschäft nicht vernachlässigen wollen. Sich die Seiten und Prozesse von Profis aufsetzen und dann in die wichtigsten Elemente einweisen zu lassen, ist vermutlich das Optimalste, was man für ein erfolgreiches Durchstarten tun kann. 

wAPP-design ist genau darauf ausgelegt, Klienten zu helfen, sich online optimal aufzustellen und Hilfe zu leisten zum beruflichen Erfolg. Dazu gehört auch, an Texten mit zu feilen, sich hinein zu denken, Möglichkeiten vorzuschlagen und am Ende den Klienten zu befähigen, selbst auf einfache Weise kleinere Änderungen vornehmen zu können. Nichts ist mehr vergeudete Mühe, als eine Seite nur vorgesetzt zu bekommen, die danach auf Jahre unverändert stehen bleibt und 'verstaubt', weil die Hürde, hier und da etwas neu hinzuzufügen oder in Eigenregie zu aktualisieren, zu groß erscheint. Wer es gewohnt ist, jede kleine Änderungsarbeit zu delegieren, kann auch dies von wAPP-design erledigen lassen. Oft ist aber ein Stückweit Unabhängigkeit erwünscht.  

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